News

03. Aug

"To the will of the spirits stronger than we“ - Gespräch zwischen Brenna Bhandar und Hannah Vögele

#2 Resonances - Eigentum und Rechtmäßigkeit

Die begleitende Gesprächsreihe „#Resonances“, kuratiert von Nikola Hartl, widmet sich inmitten der Ausstellung in der Alten Kelter Fellbach jeweils einem Schwerpunkt der Triennale Kleinplastik. Bei #2 Resonances am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juli 2022, stehen die Themen Eigentum und Rechtmäßigkeit im Vordergrund.

Teil 1 "To the will of the spirits stronger than we“

#2 Resonances wird eröffnet mit einem Gespräch zwischen Brenna Bhandar (Eigentumswissenschaftlerin und Rechtstheoretikerin) und Hannah Vögele (Feministische Eigentumswissenschaftlerin). Inwiefern wurden Landzuschreibung und die dadurch erfolgenden Besitzansprüche in ihrer rechtlichen Form mit rassistischen Methoden der Enteignung umgesetzt und damit eine Subjektivität der Macht und des Anspruchsdenkens kreiert, die bis heute westliches superiores Denken über Eigentum und Besitzverhältnisse prägt? Was sind „Kulturen des Eigentums“, was sind ihre rechtlichen Grundlagen und welche Auswirkung haben sie auf heutige Gesellschaften und in Bezug auf (deutschen) Kolonialismus und auch Siedlerpolitik?

https://youtu.be/uZ2SK8-0rHE

03. Aug

KEIN SCHÖNER ARCHIV Spezial - Michael und Nuray bauen ihr Traumhaus

#2 Resonances - Eigentum und Rechtmäßigkeit

Die begleitende Gesprächsreihe „#Resonances“, kuratiert von Nikola Hartl, widmet sich inmitten der Ausstellung in der Alten Kelter Fellbach jeweils einem Schwerpunkt der Triennale Kleinplastik. Bei #2 Resonances am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juli 2022, stehen die Themen Eigentum und Rechtmäßigkeit im Vordergrund.

Teil 2 KEIN SCHÖNER ARCHIV Spezial - Michael und Nuray bauen ihr Traumhaus

Mit einem Input in Form einer Lecture-Performance von Michael Annoff und Nuray Demir (Kein Schöner Archiv) beginnt der zweite Teil von #2 Resonances. Die Geschichte Deutschlands ist untrennbar mit Migration verbunden. „Kein schöner Archiv“ dokumentiert das immaterielle Erbe der postmigrantischen Gesellschaft. Immaterielles Erbe lebt von der Wiederholung und Weitergabe lebendiger Kultur. Es lässt sich nicht einfach in einen Schaukasten sperren. Michael Annoff und Nuray Demir sammeln gemeinsam Geschichten und Traditionen, die sonst vergessen werden würden, und feiern mit Gästen und Publikum. Zu Gast in Fellbach greifen Michael und Nuray die Tradition des Häuslebauens auf: Wohin nur mit all ihren Schätzen?



#2Resonanzen, Lecture-Performance von Kein schöner Archiv

03. Aug

Sich selbst gehörende Natur - Gespräch zwischen Dr. Irene Schöne und Antje Majewski

#2 Resonances - Eigentum und Rechtmäßigkeit

Die begleitende Gesprächsreihe „#Resonances“, kuratiert von Nikola Hartl, widmet sich inmitten der Ausstellung in der Alten Kelter Fellbach jeweils einem Schwerpunkt der Triennale Kleinplastik. Bei #2 Resonances am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juli 2022, stehen die Themen Eigentum und Rechtmäßigkeit im Vordergrund.

Teil 3 Sich selbst gehörende Natur

Ko-Kuratorin und Künstlerin Antje Majewski und die ökologische Ökonomin Dr. Irene H. Schöne sprechen zum Abschluss von #2 Resonances über den Sculpture Forest Sanctuary, der am Eröffnungstag der Triennale Kleinplastik in einem Waldstück in Oeffingen eingeweiht worden ist. Was bedeutet Besitz? Können Menschen einen Wald besitzen? Was bedeutet die vertraglich geregelte Unnutzung eines Waldstücks nach dem Vorbild der „heiligen Wälder“ und welche neuen Formen von ökologischer Ökonomie sind möglich? Müssen dafür eventuell neue Rechtsbegriffe entwickelt werden?

https://youtu.be/tXo2Z2BpFOQ

21. Jul

Kunst in Resonanz - Überlegungen von Prof. Dr. Pierangelo Maset

Kunst in Resonanz. Zehn Fragmente

I. Der Sommer 2022 verbreitet seine extremen Temperaturen in einem Jahr, in dem alle in der ein oder anderen Weise von einer Krise tangiert sind, sei es der Ukraine-Krieg, Corona oder die immer weiter grassierende Inflation. Aber es gibt auch eine Kunst-Krise, die seit Wochen die „documenta fifteen“ beschäftigt und mittlerweile zum Rücktritt der Generaldirektorin geführt hat. Antisemitische Agitprop-Darstellungen konnten sich einen Weg bahnen bis zum Friedrichsplatz der Welt-Kunstschau, und das überlagerte medial alles andere, was mit der documenta fifteen zusammenhängt. Dabei sollte durchaus die Frage gestellt werden, was an den Bildern des Kollektivs Taring Pardi denn überhaupt einen Kunst-Status rechtfertigen konnte, um auf solch einer wichtigen Ausstellung gezeigt zu werden? Kann es sein, dass durch einen sich politisch korrekt wähnenden kulturellen Relativismus die Frage nach der Fortsetzbarkeit von Kunst zu Gunsten ihrer vermeintlichen Demokratisierung aufgegeben wurde? Das sind Fragen, die angesichts der Antisemitismusdebatte zur documenta fifteen in den Hintergrund geraten sind, doch sie zielen ins Zentrum.
Kunst als Kunst betrachten zu können, als etwas, das in der sonstigen Welt der Politik, der Wirtschaft, der Moral nicht ohne Weiteres vorkommt und deshalb z.B. in Ausstellungen oder in virtuellen Formaten präsentiert werden muss, verdankt sich Entwicklungen, die mit Politik, Wirtschaft und Moral verschränkt sind. Und die sind durchsetzt von erschütternden Dramen, von Weltkriegen, Industrialisierung, Kolonialismus. Die Welt der Nordhalbkugel ist davon gekennzeichnet, und ihre Kunst ist nicht nur Ausdruck davon, sondern sie speist sich nahezu aus diesen Dramen, Verwerfungen und Widersprüchen. In der documenta fifteen zeigt das Kollektiv Ruangrupa aus Indonesien dem Rest der Welt eine Ausstellung an einem Ort der Nordhalbkugel, in der die Kunstkrise auch als eine Krise durch Resonanz aufscheint. Die documenta tritt nun in Resonanz mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen, die zum Teil nicht kompatibel sind mit dem Kunst- und Mediensystem der Nordhalbkugel. Wenn auch in den 90er und 2000er Jahren Begriffe wie Intervention und Partizipation in der „westlichen“ Kunst eine große Rolle gespielt haben, ebenso die Problematisierung von individueller Autorschaft oder die Fetischisierung von Authentizität, so wird doch deutlich, dass Ruangrupa ein Kunstverständnis mitbringen, das der hiesigen Ausstellungspraxis insofern zuwiderläuft, als offensichtlich künstlerische Qualität in ihrem Kontext different verstanden wird.

II. All das ereignet sich durchaus in einer Traditionslinie, denn auch die 14. documenta (2017) war eine Ausstellung, die das nordwestlich dominierte Kunstsystem in seinem Einfluss zurückzudrängen versuchte, der inhaltliche Fokus richtete sich klar auf soziale und politische Fragen. Chefkurator Adam Szymczyk bezog sich zentral auf die Philosophin Gayatri Chakravorty Spivak, die in den neunziger Jahren die Idee eines Learning to Unlearning vorgebracht hatte. Dieses „Unlearning“ betraf sowohl die Erwartungen an eine Großausstellung als auch die Kunstbegriffe, die die gängigen Debatten bestimmten. Beides zu brechen oder zu umgehen, war dezidierte Absicht der documenta 14.

III. Nachdem die documenta spätestens seit Okwui Enwezors epochaler 11. Ausgabe bereits eine planetarische Perspektive eingenommen hatte, war es kaum verwunderlich, sich den wenigen noch verbliebenen Randzonen der Kunst zu widmen. Die passenden theoretischen Erzählungen lagen längst vor - von den Postcolonial Studies bis zur Queer Theory - und sie mussten nicht einmal neu justiert werden. Hier zeigt sich jedoch ein grundsätzliches Problem heutiger Großausstellungen, die künstlerische Arbeiten häufig insofern enteignen, als sie sie nahezu als Illustration eines kuratorischen Konzepts einsetzen. Die Arbeiten werden damit instrumentalisiert und erleiden einen Verlust ihrer Autonomie, was vermutlich viele Aktivist*innen der Kunst nicht bedauern werden, was aber auch deutliche Einschränkungen für ihre Freiheitsgrade mit sich führt. Und mittlerweile scheint sogar die Politik das Heft in die Hand genommen zu haben; - auch das ist ein Skandal, über den jedoch viel zu wenig gesprochen und geschrieben wird. Denn wie kann sich Kunst-Resonanz ereignen, wenn ihre Praktiken des Zeigens und Aufführens von kunstfremden Interessen gelenkt werden?

IV. Bei der Präsentation marginaler bzw. exotischer Positionen taucht das Problem auf, dass die Anderen als solche exponiert und in ihrem Status des Anders-Seins fixiert werden, um das Ausstellungskonzept zu bestätigen. Sie gelten dann z.B. als die aktuell Authentischen, vom Kunstmarkt Ausgeschlossenen oder als die Gegenwärtigen. Dabei werden sie jedoch im Rahmen einer Großausstellung zu Zeichen, die das kuratorische Konzept repräsentieren. Man mag noch so gut gemeint über die Repräsentationsformen heutiger Ausstellungen sprechen, Bände darüber herausgeben und Symposien veranstalten, der Widerspruch, dass man in eine weltweit medial vernetzte, konstruierte Maschinerie des Ausstellungsgeschäfts Die Anderen in das kuratorische Konzept einverleibt, lässt sich nicht auflösen. Heutige Kuratorinnen und Kuratoren antworten auf dieses Argument in der Regel mit dem unbefriedigenden Hinweis, dass man doch gerade solche Widersprüche zeigen und zur Diskussion stellen wollte. - All das sind Aspekte der Kunstkrise, doch es sind auch solche einer Resonanzkrise, denn es lässt sich keine ungebrochene Resonanz auf die Arbeiten der Anderen herstellen, wenn Letztere im nordwestlichen Kunstkontext beobachtet werden sollen. Und es geht mittlerweile nicht nur um die anderen Humanoiden.

V. Kunst setzt sich sich mittels anderer Kunst fort, und die Fortsetzung von Kunst wird durch jeweils andere Kunst ermöglicht. Diese andere Kunst muss nun immer auch als Form, die sich von bereits bestehenden Formen unterscheidet, beobachtet werden können. Um solche Formen hervorbringen zu können, kann die Kunst potenziell seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf alles, was (noch) nicht Kunst ist, zurückgreifen. Sie kann alle möglichen Materialien, Gegenstände, Medien, Kommunikationen, Handlungen zur Erzeugung neuer Formen verwenden, mit ihnen in Resonanz treten, und sie ist in keiner Weise an bestimmte Verfahren gebunden, die sie als Kunst ausweisen würden. - Dies ist die entscheidende Leistung der Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts gewesen. Es ist auch eine Resonanzleistung.

VI. Was mit dieser Entwicklung deutlich wurde, ist, dass die Kunst Differenzen erzeugt, z.B. gegenüber zweckrationalen Produktionen, andererseits ist sie seit der Moderne damit beschäftigt, ständig Differenz zu sich selbst zu erzeugen und neue »Programme« zu entwickeln. Sie konnte sich dabei nicht nur damit begnügen, neue Dinge und Formen hervorzubringen, sondern musste auch ihre eigene Konstitution in Werken reflexiv werden lassen und diese unter Umständen sogar aufheben. Die Gegenwartskunst zeichnet sich hierbei durch die Einbeziehung unterschiedlichster Praxisformen und die Umwertung ästhetischer Programme aus. Manche ihrer Ausprägungen gehen so weit, dass man von Zweckfreiheit und Handlungsentlastung der Kunst - Bastionen traditioneller ästhetischer Theorie - nicht mehr sprechen kann; - im Gegenteil, es gibt Kunst, die Handlungen im „richtigen Leben“ auslösen will und sich selbst als zweckorientiert versteht.

VII. Gleichzeitig wird die heutige Kunst von zahllosen Kommentaren begleitet, die die Suche nach ihrer Differenz beobachten und beurteilen. Begriffe, die auf der documenta fifteen zu finden sind, z.B. Resonanz, Care und Repair sind in einem Kontext angesiedelt, in dem der Kunst die Rolle zukommt, gesellschaftlich handelnd einzugreifen und die Krisenszenarien, die unsere heutige Existenz umfassen, darzustellen und ggf. zu wenden. Die documenta fifteen ist davon erfüllt und auch die Fellbacher Triennale mit ihrem einladenden Titel Die Vibration der Dinge. Sind die Dinge so in Bewegung geraten, dass wir sie in anderer Weise erfahren sollten? - Auf jeden Fall sind in den letzten Jahren Formen und Chiffren in den Blick der Kunst geraten, die neue Themen und Fragen aufgeworfen haben, die für die gemeinsame Zukunft im Sinne einer Kohabitation als höchst relevant erscheinen. So z.B. in der 2019er Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin, die den beziehungsreichen Titel „How to talk with birds, trees, fish, shells, snakes, bulls and lions“ trug, und an der auch die in der Fellbacher Triennale vertretene Künstlerin Antje Majewski maßgeblich teilgenommen hatte. Im Booklet zur Ausstellung wird erklärt: „Die Ausstellung entwickelte sich aus einem Prozess aufeinanderfolgender Treffen und Diskussionen zwischen Künstlerinnen und Künstlern heraus. Sie alle befassen sich auf besondere Weise mit der Verflechtung von Natur und Kultur, indem sie auf ihr Wissen über einen spezifischen Ort zurückgreifen.“ Der von Donna Haraway und Bruno Latour verbreitete Begriff der „Naturkulturen“, der den Resonanzraum der beiden Dimensionen eröffnet, trifft die Intention dieser Ausstellung. Haraway hat in Unruhig bleiben - Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän (Frankfurt/ Main 2018) die Perspektive im Sinne einer Symbiogenese noch erweitert: „Symbiogenese ist kein Synonym für das Gute, sondern eines für Mit-Werden in Responsabilität“. Auch bei ihr geht es um Wege heraus aus dem Anthropozän, und der Gegenwartskunst kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

VIII. Es sei in diesem Zusammenhang an eine Theorie erinnert, die bereits Ende der 80er Jahre erschien und unbedingt einer Re-Lektüre unterzogen werden sollte, nämlich die Theorie der Morphischen Resonanz nach Rupert Sheldrake (vgl. Das Gedächtnis der Natur, Frankfurt/ Main 1992). Es geht hierbei um die Frage, wie sich Formen in der Natur bilden und wie sie sich erhalten und verändern. Sheldrake stellt dar, dass es resonante morphogenetische Felder und Rhythmen gibt, durch die „[…] formative Kausaleinflüsse über Raum und Zeit wirksam werden“. In der Natur entwickeln sich Formen nach dem Prinzip der (Selbst-)Ähnlichkeit, in der Kunst hingegen nach dem Prinzip der Unähnlichkeit gegenüber anderen Formen. Doch die Wirksamkeit eines morphischen Feldes ist auch hier gegeben: „Der Begriff ‚morphisches Feld‘ bezieht sich nicht nur auf morphogenetische Felder im engeren Sinne, sondern auch auf Verhaltensfelder, soziale Felder, kulturelle Felder und mentale Felder. Morphische Felder werden durch morphische Resonanz mit früheren morphischen Einheiten einer ähnlichen Art […] geformt und stabilisiert“. Die künstlerische bzw. ästhetische Arbeit trifft hierbei auf ein empfängliches Subjekt, das einen Impuls aufnimmt und eine differente Form generiert. Resonanz kann sich hierbei im ästhetisch-künstlerischen Sinn ereignen.

IX. Letztlich setzen ästhetisch-künstlerische Ereignisse und Gestaltungen auf solche Resonanzen, die das Unwahrscheinliche im Zusammentreffen unterschiedlicher Elemente hervorbringen. So z.B. in den Arbeiten der Künstlerin Stella Geppert, die unter dem Titel Scores and Sculptures Rauminstallation mit tänzerischer Bewegung und Zeichnung resonieren lässt, um verdeckte kommunikative Potenziale des Körpers in Erscheinung treten zu lassen.

X. Es ließen sich viele Beispiele anbringen, um deutlich zu machen, wie sehr die Gegenwartskunst sich in Resonanz bzw. in morphischen Feldern bewegt und befindet. Und in diesem Jahr der documenta, der Biennale in Venedig und der Fellbacher Triennale bestehen hervorragende Möglichkeiten, das eigene Resonanzvermögen im Zeichen globaler Krisen zu sensibilisieren, um etwas für das Zukünftige zu gewinnen.

19. Jul

Guided Tour in Simple Language

The cultural office attaches importance to the fact that all people can experience the Triennale. Since yesterday, a text presenting the works of the three co-curators in plain language has been available at the box office. You are welcome to take this text with you on a tour of the exhibition.

In addition, guided tours in plain language can be booked individually at the Kulturamt, minimum number of participants is 10 persons.

The Kulturamt would like to thank the Diakonie Stetten's Büro für Leichte Sprache for the translation.

28. Jun

This week: Start of the series "#Resonances"

#RESONANCES: Listen to Things More Often
# RESONANZEN: Höre den Dingen öfter zu

#Resonances: Listen to Things More Often /
#Resonanzen: Höre den Dingen öfter zu

#Resonances is a series of Interventions, Performances, Screenings, Conversations, encounters and Listening sessions around ownership, responsibilities, restitution, reparations and the sounding of objects.
(Art) objects give rise to relationships and experiences.
Looking at multidirectional resonances between objects, their owners, and communities, what forms of reception are needed to perceive these resonances in all their complexity and vitality? The liveliness of the matter demands us to listen really closely and carefully to understand the quite specific relations of people towards the things, their own legitimacy and soulfulness which gives them an autonomous effect and activated power that is often interrupted and disturbed by unrightful but officially “legal” implications of the modern colonial & capitalist concept(s) of ownership.
But who or what gives us the right to own, and what responsibilities arise with claims of ownership?
To what extent was land attribution (and the resulting claims to ownership) legally implemented e.a. by means of racist methods of dispossession, giving rise to a subjective power and entitlement thinking that continues to shape dominant Western thinking about property and ownership to this day. And what might a feminist understanding and methodology towards property mean especially in regard to German colonialism. When we talk about cultural heritage and the importance of remembrance and transmission: What about intangible/ immaterial cultural heritage, can it be owned too or how does it relate to ownership?

Cultural institutions and events like the Fellbach Triennial for Small Sculpture bear a special responsibility: they provide spaces in which resonance can be experienced. But how do we encourage an experience of art beyond that of a monolithic counterpart? What kinds of engagement, of coming-in-contact-with-one-another are needed? What happens with the ability to immerse oneself in another reality? Can art cause a transformation, a renewal—both at the individual level and within the larger social context? “Resonances: Listening to Things More Often,” a specially-developed program with multiple iterations in the frame of the 15th Fellbach Triennale asks these and other questions.

Conceived & curated by Nikola Hartl

Souffles / Sighs or Spirits / Seufzen
(Exerpst/ Auszüge)
BIRAGO DIOP

“Each day they renew ancient bonds,
Ancient bonds that hold fast
Binding our lot to their law,
To the will of the spirits stronger than we
To the spell of our dead who are not really dead”


Programme

30.06.2022
7 pm
#1 RESONANCES: Listen to things more often
Spirits inhabit the darkness that lightens, the darkness that darkens
Reparation & Restitution

Film screening: Un-Documented: Unlearning Imperial Plunder
Film by Ariella Aïsha Azoulay (with Moor Mother, Edoheart & Awori)
EN/ FR with German subtitles
34:56 min

Un-Documented: Unlearning Imperial Plunder shows that there is a close connection between the looted objects in European museums and the calls of asylum seekers trying to enter the countries of their former European colonial masters: It is a twin migration.
Un-Documented contradicts Alain Resnais and Chris Marker's film Les Statues mourir aussi (English: "The statues also die") by claiming that statues just don't die.The largely looted objects in ethnological exhibitions have survived and are still vigilant, even as they wait in glass cases and locked archives to be reunited with their people, here or elsewhere. The rights of the "undocumented" are inscribed in the looted objects themselves: The colonizers not only stole statues, but also the rights inscribed in the objects. Yet the statues live on - reclaimed, the rights inscribed in them can be renewed.

Ariella Aïsha Azoulay is professor of comparative Literature and Modern art Culture and Media at Brown University NY, a curator and documentary filmmaker. She is an expert in visual culture and photography. Her research focuses on how visual mediums can narrate history; specifically, the history of political regimes and zones of conflict. One of her renowned books Potential History: Unlearning Imperialism (2019) focuses on photography’s active and operative, not simply observational, role in the history of imperialism.

7.40 pm
Talk: Elke aus dem Moore (Director Akademie Schloss Solitude & Curator Fellbach Triennale 2022), Nadine Seidu & Linda Addae (Cultures of Remembrance Stuttgart)

How and what do we remember? What do we like to forget? And which memories have not been taken into account so far? How do the migrated objects in museums relate to the stories of people migrating today?Is there a multidirectional echo between objects, their owners, and communities? For example, close connections between looted objects in European museums and the calls of people seeking asylum? What distinguishes official and unofficial memory? These and other questions broaden the perspective for a pluralistic remembering in the region and beyond.
Nadine Seidu studied cultural studies, ethnology and communication sciences at the Johannes Gutenberg University Mainz as well as cultural management (contact studies). She completed a traineeship as museum curator at the Historical Museum in Speyer and worked at the international exhibition office Atelier Brückner. She was part of the Namibia Initiative of the MWK Baden-Württemberg as an officer in the management staff of the State Archives Baden-Württemberg. She was awarded the European Heritage in Motion Award of the European Museums Academy/Europa Nostra and was a mentee in the support program "Top Women in Baden-Württemberg" of the Steinbeis Institute. Now Nadine Seidu is in charge of the newly established coordination office for the culture of remembrance of the state capital of Stuttgart, which is responsible, among other things, for reappraising Stuttgart's colonial history and developing new approaches to contextualizing and dealing with colonial monuments and street names.
Linda Addae is a research assistant at the Koordinierungsstelle Erinnerungskultur Stuttgart, cultural scientist and activist at Black Lives Matter Konstanz. At the end of 2020, the Stadtarchiv Stuttgart commissioned her for the preliminary study 'Colonialist Thought and Colonial Culture in Stuttgart' in tandem with historian Michael Rösser (FernUniversität in Hagen/Universität Erfurt). Due to her intersectional identity, scientific expertise, professional experience and her role as an activist, she has a strong and authentic connection to different topics, people and cultural assets and dedicates herself to the most diverse topics, problems and tasks from different perspectives.

DO 14. Juli
# 2 RESONANCES: LISTEN TO THINGS MORE OFTEN
To the will of the spirits stronger than we
Property & Legality Part 1

6 pm
Alte Kelter Fellbach
Conversation in English: Brenna Bhandar & Hannah Voegele.
To what extent was land attribution, and the claims to ownership that ensued, implemented in their legal form through racist methods of dispossession, creating a subjectivity of power and entitlement thinking that continues to shape Western, superior thinking about property and ownership to this day? What are "cultures of property" what are their legal foundations and what impact do they have on contemporary societies and in relation to (German) colonialism and also settler politics? And what does it mean to take an intersectional feminist perspective on property?

Brenna Bhandar is Reader in Law and Critical Theory at SOAS University of London, where her research addresses property law, indigenous land rights, and post-colonial and feminist legal theory. In her publication Colonial Lives of Property (Duke University Press, 2018) Bhandar examines how modern property law contributes to the formation of racial subjects in settler colonies and to the development of racial capitalism bringing together legal and social theories. Brenna has published widely in the areas of critical legal theory, sovereignty and indigenous rights, contemporary disputes over ownership and property rights, amongst other themes. Brenna takes a fundamentally transdisciplinary approach to her research, and draws upon critical race and feminist theory, critical indigenous studies scholarship, post-colonial theory, political philosophy and legal history. She is co-editor with Jon Goldberg-Hiller of Plastic Materialities: Politics, Legality and Metamorphosis in the Work of Catherine Malabou (Duke University Press, 2015) and, with Rafeef Ziadah, the forthcoming Revolutionary Feminisms: Conversations on Collective Action and Radical Thought (Verso, 2020).
Hannah Vögele is a political theorist and is currently pursuing a PhD at the University of Brighton with a theoretical-historical thesis on modern property relations. She lives in Berlin and works and organizes on (queer) feminism, colonial continuities, and state critique, among other topics. Her dissertation explores how modern property materializes in and through our (gendered, sexualized, and racialized) relations to others, to ourselves, and to our bodies. To do so, she examines the continuities of historical property regimes, particularly in the German context. As a political project and not just an intellectual exercise, this has implications for an understanding of combating violent relations today, such as for feminist struggles against sexualized violence or for bodily self-determination.

Documentation available later with German translation at www.triennale.de.

FR 15. Juli
# 2 RESONANCES: LISTEN TO THINGS MORE OFTEN
To the will of the spirits stronger than we
EIGENTUM & RECHTMÄSSIGKEIT Teil 2

4.30 pm
Input: KEIN SCHÖNER ARCHIV Special - Michael and Nuray build their dream house
Lecture-Performance

The history of Germany is inextricably linked to migration. "Kein schöner Archiv" documents the immaterial heritage of the post-migrant society. Immaterial heritage lives from the repetition and transmission of living culture. It cannot simply be locked away in a showcase. Together, Michael Annoff and Nuray Demir collect stories and traditions that would otherwise be forgotten and celebrate them with guests and audience. As guests in Fellbach, Michael and Nuray take up the tradition of "Häuslebauen": Where to put all their treasures?

Michael Annoff is a political anthropologist, curator and performer. Michael Annoff's research focuses on performative culture, identity politics, and social justice in the cultural field. Since 2018, Michael Annoff has been documenting the intangible heritage of post-migrant society with artist Nuray Demir in the project "No Beautiful Archive." Michael Annoff's stations were for example at the Haus der Kulturen der Welt, the Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg and HAU Hebbel am Ufer. 2016-2022 Michael Annoff worked at the University of Applied Sciences Potsdam in the teaching area "Culture & Mediation".

Nuray Demir is an artist/curator in the field of visual and performing/performative arts. Her practice is characterized by a research-based, radically transdisciplinary approach. In her projects, she forms temporary ensembles with people from different fields. She is particularly interested in the debates and concepts of feminist and postcolonial theory. Nuray Demir's work is characterized by a critical view of social exclusion and complex hierarchical situations; she outlines artistic irritations and counter-positions and formulates a space in which social equality can be imagined and strengthened.


5.30 pm
Sculpture Forest Sanctuary: Nature Belonging to Itself
Inputs: Antje Majewski & Dr. Irene H. Schöne

What does ownership mean? Can people own a forest?
In a public conversation, in which among other things, the contractually regulated disuse of a piece of forest, according to the model of the "sacred forests" on site in Fellbach will be examined, the artist Antje Majewski, the ecological economist Dr. Irene Schöne and a lawyer specialized in property law want to investigate which new forms of ecological economy are possible and which new legal concepts may have to be developed for this.

Antje Majewski is an artist and co-curator of the 15th Fellbach Triennial. Her collective work "Sculpture Forest Sanctuary" poses questions around the self-determination of nature and its right to escape human use. Her recent work generally revolves around the interrogation of objects, territories, and plants, focusing on the exploration of alternative knowledge systems, storytelling, and the potential of transformational processes with a particular interest in cultural and geobotanical migration. An integral part of Majewski's work process is recurrent collaboration with other artists, ecological groups, and collectives engaged in urbanism
Dr. Irene H. Schöne is an ecological economist. She co-founded the IOEW Institute for Ecological Economy Research in Berlin and was Member of the Supervisory Board of the UmweltBank AG in Nürnberg from 1998 to 2015. Her latest book: "FAIR ECONOMICS = Nature, Money And People Beyond Neoclassical Thinking" has been published by Green Books, Cambridge/UK.


24 – 26 September 2022 tbc
ifa Galerie Stuttgart/ Alte Kelter Fellbach

# 3 RESONANCES: LISTEN TO THINGS MORE OFTEN
Those who are dead are never gone
Sounding Objects+

In Progress.
Stay tuned for more here: http://www.triennale.de/en

12. May

Triennale-Künstler Gabriel Rossell Santillán im Kunsthaus Dahlem, Berlin

Noch bis zum 20. März zeigt das Kunsthaus Dahlem im Rahmen der Ausstellung Transition Exhibition einen Teppich von Gabriel Rossell-Santillán, Lizza May David und Keiko Kimoto. Der ausgestellte Teppich ist Teil eines größeren Projektes, das Rosell Santillán unter dem Titel Flowers beneath our feet exklusiv für die 15. Triennale Kleinplastik Fellbach entwickelt. Flowers beneath our feet rekonstruiert fehlende Teile eines großen Teppichs aus der Mogulzeit, der transkulturelle und transspirituelle Ansätze einer Gesellschaft ins Zentrum stellt, in der der pazifische Raum als Zentrum der Welt galt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen und indigenen Gemeinschaften werden die verloren gegangenen Stücke aus dem 16. Jahrhundert in einer neuen Erzählung gewebt.

Dringende Empfehlung, diesen Botschafter der Vibration der Dinge in dieser Kooperation des Kunsthaus Dahlem mit dem Brücke-Museum anzuschauen!

Lecture by Elke aus dem Moore now online

On 4 May, Elke aus dem Moore presented the themes of the Triennale for the first time in a lecture. The lecture took place in the town hall hall of the city of Fellbach and is now available as a video on the Youtube channel of the city of Fellbach. The language of the lecture is German.

The focus is on the vibration of things - what does it mean that things live? How can their power manifest itself? And what role do art or exhibitions like the triennial play in conveying the effectiveness of objects?

30. Jun

Conversation between Elke aus dem Moore, Nadine Seidu and Linda Addae has to be cancelled - film and guided tour take place

Unfortunately, the conversation between Elke aus dem Moore, Nadine Seidu and Linda Addae has to be cancelled for unforeseeable but unfortunately unavoidable reasons and will be made up for at a later date.
The screening will still take place and there will be the possibility for the audience to have a conversation with Elke aus dem Moore and Nikola Hartl afterwards and to participate in a thematic guided tour through the exhibition.