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Aktuelles

13. Triennale Kleinplastik Fellbach:
Triennale-Preis für Abbas Akhavan
Besucherpreis geht an Valentin Beck und Adrian Rast

Die Entscheidungen sind gefallen. Den mit 7 500 Euro dotierten Triennale-Preis erhält Abbas Akhavan für seine Arbeiten „Study for a Monument“ und „Study for a Hanging
Garden“. Das Kuratorium der Triennale, dem Kunstexperten und Vertreter des Stadt-parlaments angehören, vergibt den Preis dem in Kanada lebenden iranischen Künstler, weil es ihm in herausragender Weise gelungen ist, ein Sinnbild für den Verlust natürlicher Gegebenheiten durch zerstörerische Eingriffe des Menschen zu schaffen. Die beiden
Arbeiten, die der gleichen Werkgruppe angehören, zeigen stark vergrößerte Fragmente rekonstruierter endemischer Pflanzen, deren Habitat zwischen Euphrat und Tigris durch die Trockenlegung der Salzsümpfe unter Saddam Hussein und den Irak-Krieg zerstört wurde. Mit den in Bronze gegossenen Exponaten, die auf weiße Leintücher gebettet sind, setzt der Künstler in einem eindrucksvollen Akt der ästhetischen Erinnerung ein Denkmal sowohl für eine verloren gegangene Flora als auch für Menschen, die den kriegerischen Handlungen zum Opfer fielen.

Den Preis der Besucher, die mit Stimmkarten für ihre Favoriten votieren konnten, bekommen die beiden Schweizer Künstler Valentin Beck und Adrian Rast für ihr partizipatives Werk „EIN’MACH’ENDE – so wollen wir leben“ – ein Mahnmal gegen die Wegwerfgesellschaft. In einem großformatigen, dreigliedrigen Regal, das aus wiederverwendeten Europaletten zusammengebaut ist, wurden rund 2000 Einmachgläschen präsentiert, die von den Künstlern mit Marmeladen, Chutneys und Gelees befüllt und säuberlich beschriftet waren. Das Eingemachte hatten die Künstler durchweg aus sogenanntem „containerten“ Obst und Gemüse gekocht, das sie aus Abfallbehältern von Supermärkten „gerettet“ hatten. In den Kreislauf der Wiederverwertung mit einbezogen waren die Besucher, die nach Belieben Gläschen mit Eingemachtem gegen mitgebrachte Gegenstände oder Ideen wie eine Essenseinladung tauschen und diesen Tauschhandel in einem ausgelegten Buch dokumentieren konnten. Von diesem Angebot wurde reger Gebrauch gemacht, sodass der anfängliche hoch ästhetische Eindruck eines in sich geschlossenen Gläserarchivs inzwischen einer durch mannigfache andere Gegenstände durchsetzten offenen Situation gewichen ist – was durchaus dem partizipatorischen Ziel der Künstler entspricht.

Die Vergabe der Preise findet im Rahmen der Schlussfeier am Sonntag, 2. Oktober 2016, um 11 Uhr, in der Alten Kelter statt. Es sprechen Oberbürgermeister Christoph Palm und die Kuratorin der Ausstellung Susanne Gaensheimer.

 

Information: Kulturamt der Stadt Fellbach, Christa Linsenmaier-Wolf, Telefon: 0711/5851-363

 

 

Triennale-Schlussfeier
Triennale-Preis und Besucherpreis werden vergeben

Die 13. Triennale Kleinplastik mit dem Motto FOOD  – Ökologien des Alltags
geht in die letzte Runde. Zum Abschluss der international renommierten Schau lädt das Kulturamt alle Kunstinteressierten am Sonntag, 2. Oktober 2016, 11 Uhr, zur feierlichen Verleihung des Triennale-Preises in die Alte
Kelter Fellbach (Untertürkheimer Straße 33) ein. Ferner wird der Besucherpreis verliehen, der vom Verein der Freunde der Triennale e. V. gestiftet wird.

Am 11. Juni wurde unter großem Publikumsandrang die 13. Triennale Kleinplastik Fellbach eröffnet. Der Titel der Ausstellung, FOOD – Ökologien des Alltags, ist Programm. Gezeigt werden Arbeiten von über 40 internationalen Künstlerinnen
und Künstlern, die das Thema Essen und seine Implikationen als paradigmatisch, anthropologisch universelle Beispiele fu(r soziale, politische, ökologische und ökonomische Zusammenhänge reflektieren.

Das Kuratorium der Triennale, unter Vorsitz von Oberbürgermeister Christoph Palm, bestehend aus Vertretern verschiedener Museen, Akademien, Künstlerverbände, Medien sowie Oberbürgermeister Christoph Palm und Vertretern des Gemeinderats der Stadt Fellbach, hat nach intensiven Gesprächen seine Wahl getroffen. Der Triennale-Preis, mit 7500 Euro dotiert und bereits ermittelt, wird kurz vor der Verleihung bekannt gegeben. Zudem wird ein Besucherpreis vergeben, der mit 3000 Euro ausgestattet ist. Über seine Vergabe entscheidet das Votum
der Besucher.

Beide Preise werden im Rahmen der Schlussfeier überreicht. Es sprechen
Oberbürgermeister Christoph Palm und die Kuratorin Susanne Gaensheimer.
Für die musikalische Umrahmung sorgen Joo Kraus (Trompete) und Jo Ambros (Gitarre).

Um Anmeldung wird bis spätestens 29.9.2016 unter Telefon 0711/5851-364 oder E-Mail kulturamt@fellbach.de gebeten.

Information: Stadt Fellbach – Kulturamt, Marktplatz 1, Telefon 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de, www.triennale.de

 

Ausstellung:
Arpad Dobriban
Abstrakte Überreste
Regelmäßig bekommen ausgewählte Künstler anlässlich der Triennale Kleinplastik Fellbach Gelegenheit, ihr Werk in der Galerie der Stadt in einen größeren Kontext zu stellen. Nach Christoph Rütimann und Henk Visch werden nun Arbeiten von Arpad Dobriban dort ausgestellt. 1957 in Komlo/Ungarn geboren und in Pécs aufgewachsen,
widmet sich der Künstler den verschiedensten Aspekten des Kochens als einer der ältesten Kulturtechniken der Menschheit.
Geprägt durch geografische Gegebenheiten, sozialen Status, Mangel oder Überfluss, Lifestyle und ökonomische Bedingungen, die die Kultur des Essens befördern können oder in Fast-Food-Restaurants verkommen lassen, sind Kochen und Essen zuverlässige Indikatoren der Befindlichkeit einer Gesellschaft. Arpad Dobriban gehört zu den international wichtigen Künstlern, die diese Thematik in ihrer Vielschichtigkeit aufgreifen. Bekannt wurde er für seine kommentierten Gastmahle, bei denen er bis 150 Gäste bewirtet. Essen wird hier zum partizipatorischen Kunstprojekt.
Ein willkommener Zufall ist der Umstand, dass Arpad Dobriban in Pécs aufgewachsen ist, der Stadt mit der Fellbach die erste deutsch-ungarische Städtepartnerschaft geschlossen hat. Diese jährt sich 2016 zum 30. Mal.
Arpad Dobriban hatte in den 1980er-Jahren vor allem bei Nam June Paik (zuletzt als Meisterschüler) an der Düsseldorfer Kunstakademie und in der Kochklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studiert. Er war Stipendiat u. a. der Akademie Schloss Solitude.
2014 wurde er mit dem HAP-Grieshaber-Preis geehrt. An verschiedenen Hochschulen, u. a. an der Universität Witten-Herdecke und der Kunstakademie Düsseldorf, arbeitete er als Dozent zum Thema „Kochen als Kunstgattung“.
In Zusammenarbeit mit dem Kulturinstitut der Republik Ungarn, Stuttgart

Ort:
Galerie der Stadt Fellbach, Marktplatz 4, 70734 Fellbach
Dauer:
20. Mai bis 25. September 2016
Öffnungszeiten:
Di bis Do 16 bis 19 Uhr, Fr bis So 14 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
Stadt Fellbach – Kulturamt, Telefon 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de, www.fellbach.de

 

BEGLEITPROGRAMM

Ausstellung
Arpad Dobriban
Abstrakte Überreste
Dauer: bis 25. September
Galerie der Stadt Fellbach, Marktplatz 4
Eintritt frei, Di bis Do von 16 bis 19 Uhr, Fr bis So 14 bis 18 Uhr geöffnet

Ausstellung
Die Kartoffel. Geschichte und Geschichten
Dauer: bis 16. Oktober
StadtMuseum Fellbach, Hintere Straße 26
Eintritt frei, Di bis So von 14 bis 18 Uhr geöffnet
Jeden ersten Sonntag im Monat Themenführungen
mit Museumscafé sowie Führungen auf Anfrage

Lesung und Gespräch
Alida Bremer
Olivas Garten
Moderation: Silke Arning, SWR
Mittwoch, 31. August 2016, 19 Uhr
Pfarrgarten der Christus-König-Kirche, Oeffingen, Hauptstraße 25
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 3 Euro

Vortrag
Prof. Dr. Jana Rückert-John
Nachhaltige Ernährung – Herausforderungen für die Zukunft
Donnerstag, 1. September 2016, 19.30 Uhr
Rathaus Fellbach, Kleiner Saal, Marktplatz 1
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 3 Euro
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Unteres Remstal e. V.

Lesung mit Menü
Anne Köhler
Ich bin gleich da
Samstag, 17. September 2016, 19 Uhr
Vinothek in der Alten Kelter, Untertürkheimer Straße 33
Eintritt: 36 Euro inkl. Dreigänge-Menü (Getränke nicht inbegriffen)

Lesung
für Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene
Paul Maar
Kartoffelkäferzeiten
Mittwoch, 21. September 2016, 19 uhr
StadtMuseum Fellbach, Hintere Straße 26
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 3 Euro

Vortrag mit Bildern
Prof. Dr. Eva Barlösius
Die Kunst des Essens: die ganze Welt zu verkörpern
Donnerstag, 22. September 2016, 19.30 Uhr
Rathaus Fellbach, Kleiner Saal, Marktplatz 1
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 3 Euro
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Unteres Remstal e. V.

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